Matti Walpen, Lernender Zeichner Fachrichtung Architektur

Letzten Sommer hat Matti Walpen als zweiter Lernender seine Ausbildung zum Zeichner Fachrichtung Architektur EFZ bei uns begonnen. Knapp ein halbes Jahr später hat sich der Einstieg in den Berufsalltag gefestigt: Abläufe sind vertrauter geworden, erste Verantwortung wurde übernommen – und eigene Zeichnungen gehören inzwischen zum Arbeitsalltag.

Im Interview spricht Matti darüber, was ihn überrascht hat, welche Aufgaben ihm besonders Freude machen und was er angehenden Zeichnern und Zeichnerinnen rät.

Seit nun drei Monaten bist du im Erwerbsleben aktiv. Was war für dich die grösste Umstellung von der Schule zur Lehre?
Die Arbeitszeit. Acht bis neun Stunden konstant zu arbeiten, das war am Anfang definitiv die grösste Umstellung.

Welche Arbeit machst du hier am liebsten – und warum?
Am liebsten zeichne ich Häuser im CAD. Besonders gefällt mir auch das Digitalisieren alter Bauernhäuser, weil dabei die Geschichte eines Gebäudes sichtbar wird und man erkennt, wie früher gebaut wurde.

Was fasziniert dich persönlich am Bauen mit Holz?
Holz ist sehr vielseitig. Man kann unglaublich viel damit machen.

Gibt es ein Detail aus dem Holzbau, das du besonders spannend findest?
Der Elementbau interessiert mich sehr. Aber auch generell die Arbeit mit dem Holz finde ich spannend.

Hast du schon eine Aufgabe gelöst, die dir ein kleines Erfolgserlebnis gegeben hat?
Ja. Als ich mein erstes Gebäude komplett fertig gezeichnet habe – eine Remise. Das war ein gutes Gefühl.

Gibt es ein Projekt, bei dem du aktuell mitarbeitest und das du gerne näher beschreiben möchtest?
Ich arbeite momentan an einem Carport-Projekt. Zuerst habe ich die Bestandspläne des Hauses neu aufgezeichnet. Danach durfte ich einen neuen Carport einzeichnen. Jetzt zeichne ich verschiedene Varianten und arbeite nebenbei auch am Baugesuch mit.

Welche Arbeitsphasen im Planungsprozess findest du besonders interessant – Vorprojekt, Ausführungsplanung oder das 3D-Modell?
Ich finde die Ausführungsplanung sehr interessant. Dort trifft zum ersten Mal alles aufeinander und wird wie ein Puzzle zusammengesetzt.

Welche Fachthemen aus der Berufsschule helfen dir aktuell am meisten im Alltag?
In der Berufsschule haben wir gerade die Einbaumöbel und die Holzarten und Holzwerkstoffe gehabt. Bei den Einbaumöbeln mussten wir zum Beispiel einen Küchenplan zeichnen. Die Holzarten und Holzwerkstoffe helfen mir im Alltag sehr, weil wir direkt im Holzbau arbeiten.

Was würdest du einer Schülerin oder einem Schüler raten, die/der überlegt, diese Lehre zu beginnen?
Man sollte ein gutes Vorstellungsvermögen haben und gut in Mathematik sein. Ausserdem sollte man gerne zeichnen – Skizzen und Details – und gut im Team arbeiten können.

Was macht für dich einen guten Arbeitstag aus?
Besonders gut ist ein Tag, wenn ich ein Projekt abschliessen kann oder ein Problem löse, an dem ich schon länger gearbeitet habe. Das ist immer ein kleines Erfolgserlebnis.

Worauf freust du dich im weiteren Verlauf deiner Lehre besonders?
Im Verlauf meiner Lehre freue ich mich auf viele weitere coole Projekte und eine gute Zeit im Betrieb.

Und vielleicht noch kurz etwas zu dir: Was machst du in deiner Freizeit gerne?
Ich bin gerne mit Freunden unterwegs, spiele als Torwart beim FC Grosswangen und verbringe gerne Zeit mit meiner Familie.